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Schon 5000 v. Chr. lässt sich im Südkaukasus (heute Georgien) sowie in der vorderasiatischen
Landschaft Sumer (heute südlicher Irak) erstmals die Domestizierung von Weinreben nachweisen.
Der Weinbau breitete sich im gesamten Nahen Osten aus; etwa 1700 v. Chr. kultivierten auf
Kreta die Minoer erste Edelreben. Griechische Kolonisten dürften im 7./6. Jhd. v.Chr. erstmals
Rebstöcke nach Gallien (Massalia --> Marseille) gebracht haben. In Italien prägten sich
verschiedene Erziehungsmethoden aus: an Bäumen, als Dachspalier am Kurzstamm oder kriechend
auf dem Boden. Mit den Römern breitete sich der Weinbau in Spanien, Gallien und Nordafrika,
etwas später auch an Rhein und Mosel (Germanien) aus.
Das Arbeitsjahr eines Winzers hat sich seit Cäsars Zeiten fast nicht verändert,
weil das Wachstum vom Rhythmus der Natur abhängt. Die Arbeit im Weinberg ist heute noch schwere
Handarbeit, denn Maschinen und schweres Gerät sind nur begrenzt einsetzbar. Ein alter Winzerspruch
behauptet: Siebzehnmal muss der Winzer um jeden Rebstock gehen, sonst gerät der Wein nicht.
Das neue Weinjahr beginnt eigentlich schon nach der Weinlese, wenn der Boden gehackt wird, um
ihn für den Winter zu durchlüften. Ein großer Teil der Arbeitszeit des Winzers nimmt das Schneiden,
Binden, Ausputzen, Aufbinden, Ausgeizen und Gipfeln des Weinstocks in Anspruch. Der Abschluss
und die Krönung des Weinjahres ist natürlich die Weinlese.
Nach der Weinlese kann man in vielen Weinanbaugebieten beobachten, dass in bestimmten Lagen
die Trauben noch an der Rebe hängen. Hier hat der Winzer seine Trauben nicht vergessen, sondern
er wartet darauf, dass sich diese in edelsüße Kostbarkeiten verwandeln. Bei einer günstigen
Witterung im Herbst entwickeln sich die Trauben weiter und steigern auf natürliche Weise ihren
Süßegrad. Die Weinanbaugebiete liefern einen großen Fundus solcher kostbaren Weine: Auslese,
Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein mit filigraner Struktur und einem harmonischen
Spiel von reifer Säure und edler Süße. Diese Tropfen sind wegen der geringen Ausbeute und des
Risikos, die gesamten Trauben zu verlieren, besonders wertvoll.
Geprägt wird der Wein durch verschiedene Faktoren: Das Klima steuert die Eleganz und Süße des
Weines - für die Würze, den Duft und das Aroma ist der Boden zuständig. Den Charakter des Weines
bestimmt die Rebsorte.
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